Dienstag, 6. März 2012

Großer Jul im großen Paris! :D

Am 14.2.2012 hat Julian mein Geburtstagsgeschenk vom vergangenen Jahr eingelöst! Er ist tatsächlich (sehr kurzfristig!) nach Paris geflogen, um mich zu besuchen. Warum das nicht schon eher ging? Nun ja, die Eltern sind strikt gegen Jungsbesuch. Aber die Tante von nebenan war so lieb und bot ihren Keller als Schlafmöglichkeit an. Ihre Gästezimmer waren leider schon durch Freunde (eine nette ältere Frau mit ihrem Sohn, der uns abends mit Handymusik und seinem exzentrischen Gesang dazu, erheiterte) belegt, aber es sollte ja nur zum Schlafen sein. Und ohne sie wär das auch gar nicht möglich gewesen, denn Hotels in Paris sind a..teuer und ich wohn ja auch noch 'ne Stunde entfernt. Jul kam also am Flughafen Charles de Gaulle an, der zum Glück recht übersichtlich gestaltet ist! Es war mehr als merkwürdig für mich auf einmal Jul in Paris zu haben, denn hier hab ich ein komplett anderes separates Leben quasi geführt. Und jetzt, bumm, Jul da! Wir sind also erstmal nach Hause gefahren, zum Glück musste ich keine Kinder abholen, denn wir haben für die Fahrt sehr lange gebraucht. Einmal vom Norden Paris' in den Süden- das dauert schon über 'ne Stunde! Ich hab Jul immer mit meiner Jahreskarte durch die Fahrscheinschranken durchgemogelt. Denn eine Wochenkarte kostet hier so viel wie eine Monatskarte in Schwerin. Das Leben in Paris ist eh unnormal teuer, unvorstellbar. Jedenfalls hab ich Jul in seinem Kellerverließ abgeladen und bin dann auch wieder schnurstracks nach Hause, um die Kinder zu übernehmen. Komplett von der Arbeit befreien konnten die Eltern mich natürlich nicht, denn für uns war das eine ganz normale Schulwoche, unsere Ferien kamen später. Abends bin ich dann wieder zu Jul und hab ihn zum Eiffelturm entführt. Gewappnet mit Baguette, gesalzener Butter, Chips, Cidre und allerlei französischen Süßigkeiten. Und wie es der Zufall will: Zack, landen wir bösen Schwarzfahrer in einer Fahrscheinkontrolle! Um die 20 Mitarbeiter, die nicht so nett aussahen, standen vor den Schranken und bevor wir überhaupt ans umkehren denken konnten, standen auch schon zwei hinter uns und wollten unsere Fahrscheine sehen. Ich hab die nichtsahnende stammelnde Touristin gemimt und Gott sei Dank hatten sie Nachsicht mit uns- der Valentinstag  hat uns nochmal aus der Patsche gezogen. Denn wer könnte an diesem Tag einem Liebespaar auf dem Weg zum Eiffelturm 25€ wegen Schwarzfahrens abknöpfen ;) Wir kamen genau so an, dass wir nicht lange auf das stündliche 5-Minuten-lange Glitzern des Eiffelturms warten mussten. Wun-der-schön! Die Kälte trieb uns nach einer Stunde aber wieder in die Metrostation und ich musste auch früh ins Bett, da am nächsten Tag der grausame Mittwoch auf mich wartete. Jul vertrieb sich die Zeit in Antony, während ich arbeitete. 16 Uhr durfte ich gehen und wir sind gleich zum Triumphbogen gefahren, um die millionen Stufen auf die Aussichtsplattform hoch zu steigen. Es war aber sehr sehr schön, weil wir zu einer Zeit ankamen, als es schon leicht schummrig wurde und die Lichter der Stadt leuchteten. Von oben konnten wir den, sagen wir mal, sehr außergewöhnlichen Verkehr auf der 8-spurigen Champs-Elysees beobachten. Die sind wir dann auch noch zu Fuß abgegangen, leider ist diese Straße sehr kommerziel geworden und die richtigen Pariser meiden sie. Am Place de la Concorde angekommen, stiegen wir kaputt wieder in die Metro.
Donnerstag stand das Louvre und Notre Dame auf dem Plan. Wir hielten uns lange im Louvre auf, ist ja auch wirklich riesengroß! Notre Dame hat Jul besichtigt, als ich arbeiten musste. Freitag sind wir zum Centre Pompidou gefahren, das so gar nicht nach dem Geschmack von Julian war. Die modernen Kunstwerke waren einfach.. zu modern und abstrakt. Ich fands wie beim ersten Mal auch top, aber Geschmäcker sind eben verschieden ;) Samstag hatten wir endlich mal richtig Zeit! Von morgens bis abends! Dementsprechend viel vorgenommen hatten wir uns auch: Erst gings in die Galeries Lafayette, wo es wirklich viele teure Sachen zu bestaunen gab, danach fuhren wir nach Montmartre, um uns Sacre-Coeur anzusehen. Dieses Künstlerviertel hat wirklich unglaublich Charme. Wir sind durch die Straßen geschlendert und haben den Künstlern zugesehen, wie sie ihre Kunden porträtieren. Das Wetter spielte auch die ganze Woche super mit, anders als vorhergesagt. Da Roman, der letztes Jahr Austauschschüler in Julians Klassenstufe war, auch grade in Paris rumschlenderte, haben wir uns mit ihm getroffen und 2 verschiedene Cafés getestet. Die Mini-Kaffees zum Maxi-Preis haben Jul schon in Staunen versetzt. Nach der langen Plauderei blieb uns tatsächlich immer noch Zeit! Also gins auf zu "La Défense", um Jul mal die moderne Seite Paris' zu zeigen. Und somit hatten wir wirklich die berühmtesten Touri-Sachen in 5 Tagen abgehandelt, trotz meiner Arbeit als Au Pair! Abends musste Jul dann noch Schnecken probieren. Es endete damit, dass ich 7 aß und er eine. Toll. Dafür haben ihm die französischen Croissants, Schokobrötchen und Baguettes vollkommen überzeugt! Die sind aber auch superlecker. Sonntag ging es dann leider auch schon wieder zurück und ich brachte Jul schweren Herzens und mit großen Krokodiltränen im Auge zum Flughafen. Abschiede sind immer noch scheiße! Aber es waren wunderschöne Tage mit ihm und nach einem halben Jahr war das auch bitter nötig!

Von meinen Ferien berichte ich im nächsten Post!
Tausendmillionentrillionen Küsse aus Frankreich! Ihr fehlt mir.
Eure Sarah!


Das erste Foto! La Baguette im Bahnhof- willkommen in Frankreich!

Am Valentinstag vor dem glitzernden Eiffelturm stehen- kann das getoppt werden?!

auf dem Triumphbogen. eeeetwas verwackelt!
"Dark Vador"-Burger, komplett schwarzes Brot, wie cool!

mit Rapunzel. um den Disney-Store kam Jul nicht drum rum
Galeries Lafayette, sehr imposant und teuer..




Juls Schnappschuss!

Kuppel der Galeries Lafayette

auf der Aussichtsterrasse der Galeries Lafayette

5kg Nutella. zufriedener Gesichtsausdruck :D

Stufen der Sacre-Coeur

Aussicht von der Sacre-Coeur, Montmartre

:D
Verkehr der 8-spurigen Champs Elysees. Glücksprinzip?

Karussel auf dem Platz beim Rathaus
Der Jul und die Sari!

Samstag, 11. Februar 2012

3 Monate später :D

Meine Lieben,
Ihr musstet ja wirklich lange auf Neuigkeiten von mir warten. Aber jetzt, jeeeetzt ist der große Moment gekommen, an dem ich endlich mal Zeit finde, um zu schreiben. Nein, ehrlich gesagt bin ich krank, lieg seit 3 Tagen nur im Bett rum und hab nichts besseres zu tun :D Denn unsere ganze Familie wurde von der Kotzeritis befallen. Angefangen hat's mit Suzan, ich gehe nicht weiter in die Details, wie das beim Abendessen so abgelaufen ist. Es griff über auf Pierre-Marin, Anaelle, Agnès und mich. Ich hab zum Glück einen etwas anderen Virus als der Rest, mein Mageninhalt blieb mir erhalten ;) Héloise hat auch über Bauchschmerzen geklagt, aber echte Hello Kitty-erinnen (Wortneuschöpfung von Héloise) teilen eben sogar die gleichen Krankheiten. Sie und Francois sind so ziemlich die einzigen, denen es halbwegs gut geht und die das Haus auch mal verlassen. Wir sind wie in Quarantäne, liegen unter unseren Bettdecken vorm Fernsehr und gucken die Weihnachtsgeschichte. P-M freut das ganze sehr, denn zur schnelleren Genesung wird Coca Cola verabreicht. Mittlerweile ist mir das viel zu süß geworden. (Oh Gott, Sarah, bist du noch da?! :D).
Naja, aber vor dieser Epidemie war alles tiptop. Fangen wir mal mit dem Dezember an. Bei mir kam nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf. Denn hier gibt es kein sonntägliches Adventskerzen am Kranz anzünden (es gibt ja nicht mal 'nen Kranz^^), keine Adventskalender und so eine richtige Adventszeit mit Plätzchen backen und singen blieb auch aus. Zum Nikolaus haben die Kinder auch nicht ihre Schuhe geputzt, sondern etwas zu essen und trinken für den Nikolaus in ihre Zimmer gestellt. Es gab auch wirklich nur eine Kleinigkeit. Das hat hier einfach alles nicht wirklich Tradition. Genau wie die Weihnachtsmärkte, die natürlich nicht das selbe wie in Deutschland waren. Unsere "Bretzels" und Glühwein hat man dort zwar auch gefunden, aber eine Kopie kommt natürlich längst nicht an das Original ran. Der Countdown bis zum 17. Dezember schritt also unaufhaltsam voran, Geschenke hatte ich alle längst schon zusammengesucht und meine Aufregung stieg ins Unermessliche! Mein Koffer war proppenvoll und ich bereit zur Abfahrt. Héloise' schluchzte mit ihren großen Kulleraugen ein: "Ich will nicht, dass du fährst.." zum Abschied und bei mir brachen die Dämme :D Aber alles halb so wild, ich komm ja zurück. Jedenfalls hätte ich mir fast in die Hose gemacht, als ich dran dachte, wie ich alleine den richtigen Zug finde, aaalleine den Weg zum Schalter, aalleeeeinee mein Gate, einfach alles mutterseelenallein :D Aber so ist das wohl, wenn man groß wird? Jedenfalls war das ein ordentliches Abenteuer für mich, ich war natürlich viel zu früh da, wurde von dem Sicherheitspersonal auf die Schippe genommen, als mein Handgepäck in diesem monströsen Apparat verschwand und durfte barfuß durch die Sicherheitskontrolle tapsen. HALLO, wer packt denn bitte absolut unnütze dicke Metallstäbe in Schuhsohlen?! Danke, wirklich, war echt super sich vor allen zum Affen zu machen :D
Ich hab den Flug allerdings sehr genossen und in 1,5 Stunden war ich auch schon in Berlin. Und auf einmal sprechen alle deutsch. Und es stehen Sachen an den Wänden, die ich verstehe! Absolut merkwürdig. Ich hab mir meinen Koffer geschnappt, bin zur Empfangshalle gegangen und nach einem ersten glücklichen Lächeln verwandeln sich Mama und ich in schluchzende, heulende, russische Mütter, die sich seit Jaaaaahren nicht mehr gesehen haben. Und alles war auf einmal gut. Zu Hause war alles wie immer, und wir mussten erstaunt feststellen, dass wir uns ja gar nicht verändert haben. Es war alles einfach genau wie vorher. In den 2,5 Wochen in Deutschland hab ich jedem "Hallo, mir gehts gut!" gesagt, der mich gerne sehen wollte, um dann auch festzustellen, dass ich immer noch Sarah bin. Die Zeit verging unglaublich schnell und ich hatte wirklich sehr sehr schöne Momente mit meiner Familie und meinen Freunden. Doch im neuen Jahr, am 3.1.2012 ging es wieder zurück nach Paris. Und eins steht fest: Abschiede sind scheiße. Aber diesmal wusste ich, was mich erwartet und es fiel leichter in den Flieger zu steigen. Da ich abends geflogen bin, hatte ich auch einen unwahrscheinlich schönen Blick auf die Lichter der Großstadt. Am Bahnhof hat mich der Vater abgeholt. Er meinte, Héloise würde ein Lied singen, das ungefähr so geht: "Ich bleib soooo lange wach, bis Sarah wiederkooooommt!". Aber da es schon wirklich spät war, viel zu spät für kleine 4-jährige Mädchen, waren wir der festen Überzeugung, dass sie schon eingeschlafen ist. In meinem französischen Zu Hause angekommen, wurde ich sehr herzlich empfangen. Und, wer hätts gedacht, Héloise war noch wach! Die Kinder überreichten mir sofort meine Weihnachtsgeschenke, meine Jacke hatte ich noch nicht mal ausgezogen. Héloise erheiterte mich gleich mal mit einer ihrer typischen merkwürdigen Fragen:

"Sarah, lädst du mich zu deiner Hochzeit ein?"
-allgemeines Staunen-
Ich:" Welche Hochzeit? Was?!"
H: "Naa, nicht jetzt, aber später irgendwann!"
Ich: "Ööh.. ok, ja!"
H: "Toll! Dann lad ich dich auch zu allen meinen Hochzeiten ein!"

Hihi, das mit den mehreren Hochzeiten fanden die streng katholischen Eltern nicht so witzig, aber lachen mussten wir alle :D

Die Eltern hatten mit dem Abendessen auf mich gewartet. Danach hab ich noch unseren neuen Gast, den Hasen vom Pfarrer, begrüßt und bin dann schnurstracks Richtung Bett gewandert.

Die ersten Wochen liefen ohne Probleme. Wir waren irgendwie alle froh, dass wir wieder beieinander waren. Und Agnès konnte sich gar nicht vorstellen, wie sie die 2,5 Wochen ohne mich überstanden haben. Sehr schmeichelhaft! Am Wochenende, als ich gebabysittet habe, hat mir Héloise beim zu Bett gehen dann offenbart:
"Denn in Wahrheit sind wir Schwestern, Sarah. Deine richtigen Eltern sind nämlich eigentlich Agnès und Francois. Aber die haben dich nach der Geburt nach Deutschland gegeben."
Ich: "Aber ihr habt doch braune Haare!"
H: "Die haben wir uns gefärbt."
Sehr plausibel!
Héloise denkt sich gerne solche Geschichten aus und wartet dann gespannt, wie ich reagiere.
Hmm, in der Zwischenzeit hat die kleine Suzan mit mir wieder fleißig deutsch geübt und einige Wörter dazu gelernt, was ich in meinem Kalender ganz muttihaft notiert habe. "Bitte", "danke", "Bär", "Brot", "Tasse" und "malen" kamen schon aus ihrem Mund. :)

Oh man, ich merke grade, dass einfach so extrem viel passiert ist die letzten Wochen! Ich kann gar nicht alles detailliert erzählen.. Jedenfalls hab ich das eklige, kalte Wetter für ein paar Museumsbesuche genutzt. Als erstes natürlich das Louvre, danach das Musée d'Orsay, das Musée du Moyen Âge (Mittelalter) und das Museum von Nissim de Camondo. Auch hab ich Montmartre besichtigt und mir die Sacré-Coeur von innen angesehen. Fotos waren nicht erlaubt, zum Glück. So konnte man in Ruhe sitzen und staunen. Auf dem Friedhof von Montmartre war ich auch, und das Moulin Rouge wollte ich auch unbedingt sehen. Ich arbeite mich als durch Paris durch, es gibt einfach überall was zu sehen!

Nebenbei passiert auch viel in der Familie. Héloise wurde 5 Jahre alt! Ihr Lieblingsgeschenk kam von mir: eine riesen Hello Kitty Fleecedecke. Da hätte ich ja fast neidisch werden können! Übrigens werden die Geschenke hier erst am Abend überreicht. Der Morgen läuft ganz normal ab, nichts besonderes. Gefeiert hat sie einen Tag vorher mit 6 kleinen Freundinnen und nach 2,5 Stunden waren wir alle fix und alle.
Zwischendurch kamen immer mal komische Momente im Alltag. Zum Beispiel, wenn Héloise mir erzählt, dass sie später Gott heiraten will. Oder wenn der Vater ihr erklärt, dass eine Ehe zwischen zwei Frauen Unsinn ist, weil wir dafür von Gott nicht gemacht wurden. Aber auch auf sowas muss man sich als Au Pair einstellen. Man lebt eben in einer Familie, mit einem anderen Lebensstil und Ansichten. Und es ist nicht meine Aufgabe, es zu ändern, sondern mich anzupassen, auch wenn es manchmal sehr schwer fällt.


Etwas anderes, was uns viel Kraft geraubt hat die letzten Wochen, war Suzans "schwierige Phase". Sie war unglaublich empfindlich, hat um alles ein Theater gemacht. Besonders beim anziehen, Windeln wechseln und in den Kinderwagen/Hochstuhl setzen. Eine Nervenprobe, denn schreien und sich wehren kann die Kleine. Die Mutter hatte alles darauf geschoben, dass die Zähne vielleicht wachsen oder drücken, hat dann auch Medikamente besorgt. Aber der Vater und ich waren skeptisch, da sie ja immer in den gleichen Situationen, die nichts mit ihren Zähnen zu tun haben, angefangen hat eine absolute Krise zu schieben. Mittlerweile ist sie schon ruhiger und umgänglicher geworden, aber das ändert sich auch von Tag zu Tag. Entschädigt wird man mit einem zuckersüß dahingerufenen "Saahaaaaa!" :D und vielen Umarmungen aus Eifersucht auf die Schwester. Die Kinder sagen sowieso so viele Dinge, die einem wirklich Auftrieb geben. Vor allem meine Héloise, die interessante Pläne schmiedet: "Ich stecke Sarah ins Gefängnis, damit sie uns nicht mehr verlassen kann.". Ab und zu ist sie auch sehr philosphisch und stellt fest: "La vie est comliquée!" (zu dt.: Das Leben ist kompliziert!). Wie Recht sie damit hat. Aber es ist auch wunderschön und momentan freue ich mich sehr darauf, dass mein Julian mich nächste Woche tatsächlich besuchen kommt. Die zwei Wochen danach sind hier Ferien und ich fahre voraussichtlich die erste Woche mit den beiden Kleinen und den Großeltern in die Normandie und die zweite Woche mit Agnès und Héloise in die französischen Alpen, wo P-M und Anaelle schon auf uns warten. Das wird wieder eine sehr spannende Zeit. Drückt mir die Daumen, dass ich heil aus dem Urlaub zurückkehre ;D

Jetzt gibts aber erstmal die Bilder aus den letzten Monaten, da ich schon wieder ein kleines Nickerchen vertragen könnte grade!




eins der schönsten Weihnachtsfeste!

Silvester! Frohes Neues Jahr!



Mein Abschiedsessen: Hello Kitty Kartoffeldinger
Bescherung!

Das erste Mal Riesenrad gefahren..

HASE! Haben will..

Musée d'Orsay
Leider nur von außen, innen waren Fotos verboten.



im Louvre ist absolut immer was los
Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus!

Sooo lustig wie sich die Menschen vor so ein Mini (!wirklich kleiner als erwartet) Lisa Bild zwängen, um auch ja den besten Schnappschuss zu ergattern.


der Ausgang über die Pyramide
die Venus von Milo
der Beweis, dass ich auch wirklich da war ;)

Der Blick, als ich aus dem Louvre kam..

kaputt und glücklich nach diesem Museumsbesuch.. ich komm wieder! :D

La dame à la Licorne (zu dt. die Dame mit dem Einhorn)
sehr berühmt und tiptop erhalten geblieben!

im Musée national du Moyen Âge

Montmartre- in der Zugstation abfotografiert zur Orientierung. Orientierung, thaha^^

Les mur des je t'aime. "Ich liebe dich" auf allen möglichen Sprachen.
Die Frau oben sagt: "aimer, c'est du désordre... alors aimons!"
(zu dt.: Liebe ist Chaos/Unordung/Verwirrung/Durcheinander.. also lasst uns lieben!)

Richtig!
Es war a...kalt! Künstler, Artisten, Musiker-
in Montmartre gehäuft anzufinden. Schööön!




Höhö :D
Der Eiffelturm wird abgeschleppt. Hab eh das Gefühl,
dass das Ding nicht bei jedem gut ankommt..

Das Moulin Rouge! Hatte mehr Prostituierte in den Straßen erwartet, haha :D
Der Friedhof von Montmartre. Riesengroß.. Hier liegen u.A.
Heinrich Heine, Edgar Degas, Émile Zola und Nissim von Camondo, dessen Haus ich
auch besuchte,
Es war spät, ich müde und durchgefroren!
Nicht sooo schick jetzt, aber Hauptsache Moulin Rouge im Hintergrund ;D

SCHNEE! Am 5.2. hats dann auch bei uns geschneit!
So ein Bett will ich auch..
im Museum von Nissim de Camondo
(komplett erhaltenes Haus aus dem 19.Jhr.)
 


Das ganze Haus war noch vollständig möbliert und so wunderschön!

So, ich hoffe ich habe euch jetzt etwas auf den neuesten Stand gebracht :D Beim nächsten Post lasse ich mir nicht so viel Zeit.. hoffe ich!

Abermillionen Küsse aus Paris! :*
Noch 5 Monate!
Und nochmal ein riesen Danke an meine liebe Mama, die die besten Pakete packt!

Eure Sarah, Zaraaaah oder auch Sarinette (Héloise' Erfindung!) :D

Donnerstag, 24. November 2011

1 Monat!

1 Monat her, dass ich hier berichtet hab.1 Monat noch bis Weihnachten. Ich freue mich wie nie zuvor auf dieses Fest! Ich zähle die Tage, auch wenn es mir hier nicht schlecht geht. Aber die Aussicht auf all meine Lieblingsspeisen und -menschen komprimiert in zweieinhalb Wochen ist einfach zuuu gut. Momentan haben viele Au Pairs einen Durchhänger, weil jetzt das im-Bett-bleiben-Wetter in Kombination mit dem nervigen-Kinder-Alltag eingesetzt hat. Und das ist manchmal wirklich nicht leicht zu bewältigen. Ein Mädchen meinte, sie fühle sich, als wäre sie ungewollt schwanger geworden. Wieder andere sind einfach nur frustriert und murmeln ihre Wut auf deutsch in Richtung Kinder.. verstehen tun die ja zum Glück nichts :D Es ist eben doch nicht so locker flockig, wie sich das viele vorgestellt haben. Und einen Beschluss haben so ziemlich alle gefasst: Kinderkriegen kann noch 'ne ganze Weile warten!
Aber natürlich hat man hier auch wunderschöne Momente! Die Kleinen geben einem so viel zurück. Und richtig Kraft getankt habe ich vom 11. bis 13. November in der Normandie. In einem Ort in der Nähe von Cabourg. Die Großeltern besitzen dort ein Haus, welches wir für das verlängerte Wochenende zu zwölft bevölkert haben. Denn die Schwester von Agnès + Kinder und ein Freund von Francois + Tochter verbrachten die Tage mit uns. Ich kam mit allen super aus, es herrschte eine wirklich angenehme Atmosphäre im Haus, welches übrigens unzählige Zimmer beinhaltet.. ich hatte mein eigenes im Keller. Und sobald ich den Fuß aus der Haustür gesetzt habe, war ich auch schon am Strand. Ich hab mich wirklich wie zu Hause gefühlt, einfach durchatmen, das hat so gut getan! Zum Glück hat meine liebe Mami mir meine Gummistiefel zugeschickt. Die waren im Dauereinsatz, weil ich jede verfügbare Minute am Wasser verbracht habe. Bis nach Cabourg waren es ca. 3km, die man in knapp einer Stunde leichtfüßig bewältigen konnte. Dort angekommen war man umzingelt von Touristen, Souvenirshops und Crepe-Ständen, aber es hat mir gefallen, muss ich zugeben ;) Und die beiden Abende hab ich die schönsten Sonnenuntergänge gesehen.. das Licht ist dort wirklich besonders gewesen, kein Wunder, dass sich so viele Künstler daran versucht haben, es zu malen. Ich glaub das war wirklich einer der schönsten Momente bisher: alleine abends beim Sonnenuntergang am Strand spazieren, mit Musik auf den Ohren und einem Nutella-Crepe in der Hand. An einem Vormittag wurde ich aber auch zur Kinderbespaßung eingesetzt: Ab gings ins Schwimmbad! Das war bloß leider nicht so cool mit Rutschen und Wellen oder ähnlichem :( Und da meine kleine Héloise noch nicht schwimmen kann, gabs 3-h-rundum-Betreuung von mir. Das Wochenende ging wirklich unglaublich schnell rum, schade.
Hmm, was hab ich noch so gemacht? Ich war mit Hanna im Museum Quai Branley (natürlich wieder umsonst, wer hätts gedacht ;)), wir waren im Kino, ich hab einen Vintage-Markt und einen Herbstmarkt besucht, die Rue de Rivoli bin ich langgeschlendert und hab mir das Louvre schon mal von außen beschaut. Bisher konnte ich mich nämlich noch nicht aufraffen es mir von innen anzusehen. Mich interessiert doch eher die neuzeitlichere Kunst. Oh man, ich hab echt keine Ahnung, was ich alles so gemacht habe in dem Monat. Auf jeden Fall sind meine Weihnachtseinkäufe schon fast vollendet, was mich sehr beruhigt.
Oh, und ich habe ein rosa sariges Wunderpaket von meinem Jul geschickt bekommen! Mit vielen schönen Überraschungen, die mein kleines Prinzessinnenherzchen sehr erfreut haben. Ich denke, es besteht die Möglichkeit, dass ich demnächst mein Zimmer mit Hello Kitty Geschenkpapier tapeziere :D
In der Sprachschule läuft auch alles bestens. Ich könnte eigentlich in einen vom Niveau höheren Kurs wechseln, aber es ist ganz gut, die Basis richtig zu festigen.. und zudem ist meine Klasse einfach klasse ;D Wir haben so viele verschiedene Nationalitäten in einem Raum sitzen und einige wirklich schräge Vögel, was uns schon einige Lachkrämpfe beschert hat. Meine spanisch-türkisch-ägyptische Lehrerin ist genial! Wir alle lieben ihren Humor und wenn wir mal wieder komplett vom Thema abschweifen und in ein Multikultimeinungsaustauschsgespräch verfallen. Wir sprechen natürlich viel über Vorurteile- auf eine sehr witzige Art und Weise. Übrigens sollen wir mechanisch sein, liebe deutsche Freunde ;) Zwar sind einige Mädchen nicht zufrieden mit der Schule, weil auf dem Lehrplan wirklich nur grammatikalische Regeln und neues Vokabular stehen, aber mir gefällt es wirklich gut. Die Hausaufgaben kann man locker auf dem Weg zur Schule im Zug machen und der Unterricht ist sehr entspannt und locker.
Sehr entspannt und locker hätte ich es auch gerne mal mit den Kindern. Solche wunderbaren Tage kommen zwar vor, aber die Regel sieht anders aus. Da Suzan beschlossen hat, auf jede erdenkliche Frage nur noch mit "NEIN!" zu antworten, stehe ich mehrmals am Tage am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Dieses kleine Wesen hat einen enormen Sturkopf, ein ungemein lautes Organ und viel zu große süße braune Äuglein! In letzter Zeit ist es streckenweise wirklich schwierig mit ihr.. und die arme, eifersüchtige Héloise, die unheimlich gerne Unsinn macht, kommt dabei auch zu kurz. Mehr als schade ist es auch, dass die Kinder unter der Woche so gut wie nichts von ihren Eltern haben. Aber gut, sonst bräuchten sie wohl auch kein Au Pair. Ich bin mir sicher, dass ich mein späteres Familienleben komplett anders gestalten möchte. Eine Naschkatze hat es hier zum Beispiel nicht so leicht- denn es gibt nur Punkt um 4 Uhr eine eingeteilte Ration Schokolade, dh. jeweils 4 Stückchen für die Großen, 3 für Héloise und 1 für Suzan. Die Kinder dürfen unter der Woche nicht fernsehen und keine Computerspiele spielen. Sobald die Großen aus der Schule kommen, setzen sie sich an ihre Aufgaben, über die ihre Mutter genauestens Bescheid weiß. Nagellack, lange Haare oder abwaschbare Kindertattos sind auch tabu. Liebe Mama, ich bin furchtbar froh, dass du nicht so bist! :D
Übrigens kann Suzan jetzt "lecker, lecker, lecker!", "ziiiiiiiieh!" und "ja" und "nein" sagen. Ich schaffe es zwar nicht durchgängig mit ihr deutsch zu reden, aber Erfolge sind schon zu verzeichnen, was die Eltern und mich sehr stolz macht. Also, auch wenn es teilweise schrecklich anstrengend ist und zu Hause alles besser ist, werde ich hier viele Erfahrungen dazu gewinnen. Und es ist schön zu wissen, dass die Kinder einen schon ins Herz geschlossen haben. Ich lass mich nicht runterziehen, es sind ja auch nur noch 23 Tage bis zu meinem erholsamen Deutschlandurlaub!

Denkt an mich, ich vermisse euch!
1000000000 Küsse aus Frankreich,
bis ganz bald,
eure Sarah!

    
Wieder Elefanten, liebe Lena! Im Museum Quai Branley







Kunst? In der Rue de Rivoli..
Mein Traumgefährt! Entdeckt in der Rue de Rivoli

Im Museum Quai Branley


Da hängt ein affenähnliches Wesen aus dem Louvre..
Jaa, ich war wirklich da!

Glücklich in der Normandie! Mit Tabeas Mütze, die jetzt meine ist ;)
So ein wunderschöner Sonnenuntergang..
Sowas wie Ostsee-Heimat-Glücksgefühle getankt.
einfach wow!
Tonnen an Muscheln hab ich gesammelt

Cabourg war die größere Touristenstadt in der Nähe
rosa Schäfchenwolken!