Samstag, 24. September 2011

1910m in 3 Stunden - Avenue des Champs-Élysées

Die kleine Sarah wird zur mutigen Entdeckerin und erobert sämtliche Sehenswürdigkeiten in Paris! Da da daa daaaamm! (...Werde ich etwa erwachsen? Ich hoffe nicht!)
Heute war die Champs-Élysée das Ziel, das ich auch tatsächlich erreicht habe! Und ich bin immer noch geplättet, auch weil ich stolz bin, mich wieder nicht verlaufen, verfahren oder beklauen lassen zu haben.
Von Anfang an: Ich bin mit der Métro bis zum Place de la Concorde (wo der Obelisk von Luxor steht, ich wusste vorher auch nicht von seiner Existenz, werfe aber gerne mit Fachnamen um mich ;)) gefahren, habe dort erstmal im Jardin des Tuileries die Sonne (es war sooo warm!) genossen und bin dann die gesamte Champs-Élysées entlang geschlendert. Diese siebenspurige Straße ist ein Ereignis für sich. Es gibt dort wirklich ALLES! Von Autohäusern, Designerläden und schicken Nobelcafés über Fressbuden, Touristenfallen, dem supercoolen Disney-Shop und bekannten Geschäften wie H&M, promod und Zara. Mit dem Triumphbogen als Ziel vor Augen ließ es sich wunderbar bummeln. Auch wenn ich mit einer enormen Menschenmasse zu kämpfen hatte. Aus dem H&M bin ich deshalb so schnell wie möglich wieder geflüchtet. Irgendwann kam ich dann sogar beim Triumphbogen, gestärkt mit Fast Food von Quick, an. Erst hab ich gar nicht geschnallt wie die Leute es geschafft haben wollten, die Straße zu überqueren, um dorthin zu gelangen. Bis mir endlich die unterirdischen Gänge aufgefallen sind. Typisch Sarah! Aber egal, ich hab sie ja (kurz vorm Verzweifeln stehend..) gefunden! Um auf die Aussichtsterrasse zu kommen, musste ich nicht lange warten und musste auch nichts bezahlen. Ich bin ja schließlich EU-Bürger unter 26 Jahren. Etwas diskriminierend, aber in meinem Falle echt praktisch. So kann ich zum Beispiel auch den Louvre und sämtliche weitere Museen kostenlos besuchen. Aber erstmal zum Triumphbogen: Keuchend und mit hochrotem Kopf kam ich auf der Plattform an. Warum hat mich niemand vorgewarnt, dass ich vorher hundertmillionentrillionen Stufen erklimmen muss?! Aber es hat sich sowas von gelohnt. Die Aussicht ist einfach nur woooow! Ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Das muss man sich wirklich selber anschauen.. die Fotos werden dem Blick gar nicht gerecht. Mit einem Strahlen im Gesicht stieg ich die billionen Stufen wieder hinunter. Erschöpft, aber überglücklich machte ich mich mit der Métro, dem Rer und Bus auf den langen Heimweg. Wie der Titel schon sagt: Ich habe tatsächlich 3 Stunden für 1910m gebraucht. Und das war definitiv nicht das letzte Mal! Ich mutiere zur Abenteurerin. Hätte nie gedacht, dass es mir mehr Spaß macht, Paris alleine zu entdecken. Aber es ist einfach tausendmal spannender und es geht nur meiner Nase nach ;)
Zu Hause angekommen, konnte ich nach dem ganzen Großstadtlärm erstmal die Ruhe von Verrières genießen. Nach dem Abendessen hab ich dann das erste Mal die Kleinen alleine ins Bett gebracht, weil die Eltern mit Freunden essen gegangen sind. Nach einer kleinen Partie Phase 10 mit Anaelle, hab ich jetzt auch frei. Und morgen wird sehr spannend, denn ich hab die kleine Suzan von 10 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags für mich alleine. Ich freu mich sogar, auch wenn es anstrengend wird. Sie ist einfach zu süß!

Viele Grüße und Küsse aus dem fernen Frankreich!
Ich vermisse euch! Und Deutschland, deutsches Essen, deutsches Schulsystem, sogar deutsches Fernsehen!
Aber ich komme zurecht, ihr müsst euch keine Sorgen machen ;)
Eure Sarah :*

Achja, und die Fotos von heute:
Das ist sie! Die Champs-Élysée!
Der Obelisk von Luxor




Tabea, guck! Etlich viele Sachen von Fluch der Karibik!

Der Disney-Store

Ich vorm Triumphbogen. Stolz!

Das Ding mit den unendlichen Stufen.. und dem besten Ausblick überhaupt.


Glücklich mit meinem Milchshake und Sonne im Rücken

"Milkshake Bonbon" - rosa, süß, sarig!

Triumphbogen von unten gesehen

Mein Kumpel, der Eiffelturm, und ich!





Die unglaubliche Aussicht!
Bewundert meinen Zopf!
Das am Ende der Straße ist "La Défense"





Die ganzen Stufen musste ich hochlaufen..

Montag, 19. September 2011

So viel zu sehen!

Am 17. und 18. September fanden in Frankreich die "Journées du Patrimoine" statt. Das heißt, dass eigentlich nicht öffentlich zugängliche Gebäude ihre Pforten öffneten. Hanna stand am Samstag ganze 8 Stunden vor dem Élysée Palast an, um ihn zu besichtigen. Am Sonntag sind wir beide dann zum französischen Senat, der im Palais du Luxembourg (6. Arrondissement in Paris) tagt, gefahren. In dem gleichen Park haben wir "damals" die Riesenmuffins gegessen. Und auch diesmal hatten wir wieder super Wetter erwischt und mussten nicht mal lange anstehen, nur ein paar Kontrollen über uns ergehen lassen. Das Gebäude war wirklich überwältigend, ich zeig euch ein paar Fotos:
Wunderschön bemalte Kuppel
Jardin du Luxembourg
eine schnuckelige Kirche, verziert bis in die letzte Ecke
festlich gedeckter Tisch.. und diiiieser Kronleuchter!
bureau du président du sénat
im Plenarsaal
Das Gebäude von außen
Der Thron von Napoleon
Blick aus dem Fenster


Gold, Gold, Gold!
Ein Teil der gigantischen Bibliothek- 361000 Bücher!
                                              


Wir hatten so ein Glück und konnten uns diesen großen Palast innerhalb von ca. 1,5 Stunden ansehen. Danach haben wir noch einen Abstecher zum Panthéon gemacht. Unsere Füße haben uns aber nicht mehr lange getragen und unsere Mägen knurrten.

So sieht das Panthéon (Ruhmeshalle, Gedenkstätte, Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten) aus:
von außen


von innen



foucaultsches Pendel

riesige Kuppel






in der Krypta des Gebäudes: Sarg von Jean-Jaques Rousseau

Gestärkt durch einen McDonalds-Besuch (hier kostet die Pommes übrigens 1€, Ketchup und Mayo sind inklusive, und Tabeas geliebter McChicken kostet nur 2€.. haha), wollten wir uns bzw. ich mir, weil ich noch nicht da war, den Eiffelturm ansehen. Natürlich wurden auch davon Bilder gemacht:


Es war wirklich ein ganz komischer Moment plötzlich vor dem Eiffelturm zu stehen. Da wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich die Chance habe, ein Jahr hier in dieser Weltmetropole zu leben. 
Nach den ganzen Besichtigungen wollten wir nur noch nach Hause. 5 Stunden Paris waren wirklich genug für einen Tag!


Viele Grüße und Küsse aus dem fernen Frankreich,
ich denke an euch,
vermisse euch nach wie vor ;)
Bis bald!
Eure Sarah


Ps: Audiolith hats bis zum Eiffelturm geschafft, ich hab ein Beweisfoto:



Freitag, 16. September 2011

DAAAAAAAAAAAAAAAANKEEEEE!

Oh Gott, heute ist der beste Tag überhaupt! Das Sarah-Mut-Mach-Paket ist angekommen. Und darin war so unglaublich viel Mut, dass ich mehr als glücklich bin gerade. Ich hab geheult wie sonst was, als ich das ausgepackt hab, weil da nuuuuur schöne Dinge drin waren. Einen kleinen Einblick gewähre ich euch :D

Ein riesengroßes Dankeschön an meine Familie, ihr seid die Allerallerallerallerbesten :*

Grüße und Küsse aus Frankreich von einer überglücklichen Sarah!

Donnerstag, 15. September 2011

"Sarah, tu es une perle!"

Hachja, mit der kleinen Suzan alleine läuft alles wunderbar. Nach wie vor streiten sich die beiden Kleinen, sobald sie sich auf 3 Metern nähern. Aber ich fange an, es irgendwie auf die Reihe zu bekommen und mich hier auch noch gut zu fühlen. Ein kleiner Kuss auf die Wange von einer süßen 1,5 Jährigen, die gerade ihre Trotzphase durchläuft, und alles sieht wieder ganz anders aus. Gestern war übrigens mein zweiwöchiges Jubiläum (ich feier jeden noch so kleinen Schritt!) und es wird von Tag zu Tag besser und einfacher. Zum Glück! Das Heimweh ist nicht verschwunden, denn zu Hause ist es eben am schönsten, aber es wird oft einfach zerdrückt unter den Lasten einer 4-fach Mama ;)
Aber dieses unglaublich niedliche Wesen versüßt einem einfach jeden schlechten Gedanken. Seht selbst:


Aber ich konnte einfach nicht mehr diesen furchtbar unordentlichen Kleiderschrank von der Kleinen mit ansehen. Also hieß es gestern: Alles raus und neu sortiert wieder rein. Als Agnès das heute Nachmittag entdeckt hat, war sie mir so so dankbar! Deshalb auch der Titel dieses Posts: "Sarah, tu es une perle!" (Sarah, du bist eine Perle!). Das hat sie nämlich zu mir gesagt und ich glaube, dass sie wirklich froh ist, dass ich hier bin.
Héloise ist immer noch sehr eifersüchtig, weil ich mich mehr um die Kleine kümmern muss, weil sie einfach Hilfe bei Allem braucht. Sie hat mir gestern ein Geschenk zu Weihnachten gebastelt! Wollte aber, dass ich es jetzt schon auspacke. Und tadaa: ein wunderschön bemalter und beklebter Serviettenring, den man hier auch zu jedem Essen wirklich benutzt! (Bilder folgen)
Das Wetter ist seit meiner Anreise auch wunderschön und der strahlend blaue Himmel sieht in Verrières folgendermaßen aus:

 
Ich bin mittlerweile sehr froh, hier etwas abgelegen zu wohnen.
Man verlässt Paris und den dazugehörigen Lärm und kann zu Hause richtig entspannen. In einem riesen Haus mit Garten und Ruhe.

Aber am meisten liebe ich es, wenn die Familie Besuch hat oder wir Verwandte besuchen. Dann gibts immer ganz erlesene Sachen zu essen. Allerdings schmeckt Jean Paul Gaultier Wasser auch nicht anders als herkömmliches, musste ich feststellen ;)

Samstag, 10. September 2011

Aus 2 mach 17!

Heute war ein besonderer Tag für meine Gastfamilie.

Es gab ein großes Treffen der "Gruppe Notre Dame" - und das ausgerechnet bei uns.

Das hieß für mich: 16 (das 4 Monate alte Baby blieb bei seiner Mutter) anstatt von 2 Kindern hüten! Ich bin so froh, dass Anaëlle schon so viel Verantwortungsgefühl hat. Sie hat mir enorm geholfen. Die Kinder ließen sich also mit den großen Verkleidungskisten, der Ritterburg und dem ganzen anderen Spielzeug, das hier in jedem Zimmer rumliegt, leicht beschäftigen. Wäre da nicht die kleine Suzan gewesen. Dank ihr durfte ich heute gleich zweimal eklig-pfui-stinke-Windeln wechseln, tausend Mal die Treppen rauf und runter steigen (sie liebt Treppen steigen.. und Zähne putzen. Keine Ahnung wieso!) und mich mit Eis, Kartoffelbrei und sonstigen Lebensmitteln beschmieren lassen. Dafür ist sie echt zuckersüß! Wenn sie grade nicht schreit..
Irgendwie habe ich dann die 6 Stunden mit 16 Kindern überlebt. Zwischendurch herrschte sogar mal absolute Stille.. denn sie durften Barbapapa gucken. Darauf fahren die hier total ab! Ich war da mit meinem Sesamstraße-T-Shirt etwas fehl am Platz, kannten sie nämlich eh nicht. Aber es ist trotzdem toll ("Mama, es war kein Fehlkauf!" soll das übersetzt heißen ;)).
Nach und nach verabschiedeten sich die Paare mit ihren vielen Kindern. Die hatten wirklich alle 3 Kinder! Krass.. Und ein Paar hat Agnès Geld für mich gegeben, weil ich die Kinder gehütet habe. Fand ich äußerst nett!
Naja, jedenfalls hatte ich dann auch mal Feierabend, hab meine verdienten Süßigkeiten verspeist (super lecker: Brioche und Carambar!) und die Ruhe in meinem Zimmer genossen.
Und grade komm ich vom Abendessen der "Großen". Es ist wieder irgendein Geistlicher zum Abendessen gekommen, der auch schon wieder deutsch sprechen kann, sogar fließend.
Um alle mal ein bisschen neidisch zu machen, hier die Liste, was ich alleine da schon wieder gegessen habe:

Aperitif: eisgekühlte Getränke (juchuu, kein Leitungswasser! das trinken die hier nämlich fast ausschließlich, obwohl es nach Chlor schmeckt), Chips und Cocktailtomaten
Vorspeise: Melone, Schinken, Baguette, dazu Weißwein
Hauptgang: Filet rosig mit Kräutern und Pilzen, Bohnen in Sahne, dazu Rotwein
Zwischengang: Toast mit geschmolzenem Ziegenkäse auf Salatbett in Balsamicodressing
Nachspeise: warmer Schokoladenkuchen (der beste!) mit Vanilleeis

Es war so lecker! Und ich seh mich schon aufgehen wie einen Hefekuchenteig! Aber egal, es schmeckt!

Ich fühle mich immer wohler in dieser Familie, auch wenn ich meine furchtbar vermisse.
Und ich freue mich so sehr auf das Sarah-Mut-Mach-Paket, das meine Mutter heute für mich abgeschickt hat. Danke dafür nochmal!

Ich vermisse euch,
Küsse aus Frankreich,

eure Sarah!

Montag, 5. September 2011

Hallo Paris!

Heute war ich das erste Mal in Paris! Sowas von aufregend!
Ich hab mich mit Hanna 8.30 Uhr vor meiner Haustür getroffen. Dann gings mit dem Bus nach Antony, von da aus mit dem RER nach Denfert-Rochereau und dann mit der Metro Richtung Porte d'Orléans nach Alésia. Weil Hanna ein Praktikum beim VIJ macht, haben wir erstmal dort vorbeigeschaut. Ein kleines, schnuckeliges Büro.. mit Keksen! Man kann sich dort zu bestimmten Zeiten mit anderen Au Pairs treffen und Erfahrungen austauschen. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen! Hanna durfte vorzeitig gehen und sie hat mir Notre Dame gezeigt! Die Straßen waren voller Touristen und die Schlange vor der Kathedrale war noch tausendmal länger als die vor der Frauenkirche.
Als Beweis, dass ich auch wirklich da war, hat Hanna ein Foto von mir gemacht:
Ich war total erschlagen von dem ganzen Lärm, dem Verkehr und der Größe von Paris. Und bei den Verbindungen der Bahnen und Busse sehe ich auch noch nicht richtig durch. Übrigens wurde mein erstes Mal RER fahren etwas getrübt: Eine Person hat sich vor den Zug geworfen (stand auf einem der vielen Monitore dort) und für ein paar Minuten ging nichts mehr. Aber naja, besser ich erleb es gleich, als wenn ich später alleine davon überrascht werde.
Jedenfalls haben Hanna und ich uns riesige Muffins gekauft. Also ich meine wiiiiirklich riesig! Ich zeigs euch:

Wirklich unglaublich groß! Ich hab nicht mal die Hälfte geschafft.

Die erste Hälfte wurde in diesem wunderschönen Park verspeist:

Ein riesiger Springbrunnen, überall Sitzgelegenheiten (außer der Rasen!), ganz viele Blumen, Palmen und strahlend blauer Himmel. Leider hielt das nicht lange und als es anfing zu regnen, sind wir in den Zug geflüchtet und nach Hause gefahren.
Ich hab Héloïse um 16.30 Uhr von der Vorschule abgeholt. Abgeholt werden kann nur zwischen 16.30 und 16.45 Uhr. Wenn man später als 16.45 Uhr da auftaucht, gibts Ärger und man muss zahlen. Das Schulsystem ist mir hier sowieso ein Rätsel.
Auf dem Weg nach Hause haben wir noch Baguette gekauft und konnten dann spielen. Hat sogar Spaß gemacht. Aber als Suzan aus der Krippe kam, gabs nur noch Geschrei und Geheule. Die beiden können einfach nicht miteinander. Aber ich kann mich auch nicht teilen. Héloïse will mich für sich allein, denn sie hat mich von Anfang an in ihr kleines Herzchen geschlossen. Am ersten Tag hat sie mir sogar ein Armband gebastelt, das ich jeden Tag trage, um mich etwas aufzuheitern. Die beiden sind wirklich süß, aber ich muss noch herausfinden, wie ich beiden gleichzeitig gerecht werden kann.
Nun gut, 19 Uhr gabs auch schon wieder Abendessen und nachdem die beiden ins Bett gebracht wurden und ich das Spielzimmer aufgeräumt hab, hab ich nun auch endlich frei und kann ein bisschen entspannen. Heute kommt "Bauer sucht Frau" auf französisch! Na, das werd ich mir ja mal von meinem super gemütlichen Bett aus anschauen ;)

Ich vermisse euch sehr, ich denk an euch,
Viele viele Küsse aus Frankreich,
eure Sarah!

Bonjour, je suis Sarah!

Meine Lieben,
Ich schreibe diesen Blog, um nicht 2347981 Mal das gleiche antworten zu müssen.
Hier nun also die Top-Fragen und Antworten:

Wo lebst du von nun an?
In Verrières le Buisson (südliches Banlieu von Paris), in einem alten und riesigen Haus mit kleinem Garten. Ich habe mein eigenes Zimmer im Stil von vergangenen Jahrhunderten. Sehr antik und geschmackvoll, finde ich.

Mit wem?
Zusammen mit:
François (40 Jahre, "professeur" an einer Uni)
Agnès (39 Jahre, Anwältin) und ihren 4 Kindern:
Pierre-Marin (13 Jahre, in der
5ème auf dem collège, spielt Trompete, Theater und ist Pfadfinder),
Anaëlle (11 Jahre, in der 6ème auf dem collège, spielt Klavier, ist Pfadfinderin und wird Latein lernen, wobei ich ihr helfen kann),
Héloïse (4 1/2 Jahre, auch "der kleine General" genannt, liebt die Vorschule, zu spielen und Geschichten zu lesen)
und der kleinen Suzan (1 1/2 Jahre, geht in die Krippe, kann laufen und lernt grade sprechen).
Die Familie ist sehr religiös. Sie besuchen jeden Sonntag den katholischen Gottesdienst. Nichts für mich, ich habs mir angeguckt.

Wie ich die Reise überstanden habe?
Naja, ich hab denen erstmal vor die Haustür gekotzt. Was für ein Start! Ich war am ersten Tag körperlich sehr sehr am Ende. Aber die Familie hat mich herzlich aufgenommen und man kann sich hier wirklich wohl fühlen.

Und wie es mir jetzt geht?
Hmm, es ist alles schön und gut hier. Aber es ist nicht zu Hause. Und ich vermisse meine Familie, Freunde und Julian sehr. Die Kinder sind sehr anstrengend. Die beiden Kleinen verstehen sich untereinander nicht, allerdings muss ich auf beide gleichzeitig aufpassen. Eine echte Tortur!

Das Essen?
Die französische Küche ist genau mein Geschmack. Aber hier, bei denen zu Hause, wird das Essen sehr schnell zubereitet, man isst wenig und viel durcheinander. Es gibt immer eine Vor-, Haupt- und Nachspeise. Der Käse fehlt nie. Für mich wurde sogar extra dunkleres Brot mit Körnern gekauft. Französisches Baguette wird immer mehr im Mund!

Meine Arbeitszeiten:
Ich arbeite unter der Woche jeden Tag von ca. 16-20 Uhr, außer mittwochs den ganzen Tag, weil die Kinder da keine Schule haben. Am Wochenende hab ich eigentlich frei, aber es kann immer mal vorkommen, dass sie mich abends brauchen, weil die Eltern sehr oft zu irgendwas eingeladen werden.

Die Verständigung:
Ich verstehe sehr viel, einiges muss man mir genauer und langsamer erklären, aber das klappt schon ganz gut. Ich stottere ziemlich vor mich hin, aber kann mich verständig machen. Bei der Geburtstagsfeier von Pierre-Marin am Samstag, wurde ich von seiner Tante sehr für mein Französisch gelobt.